Katzenbücher
Pantoufle, ein Kater zur See - Andrea Schacht
Das Buch spielt etwa um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts, zunächst in Frankreich. Nach einem schweren Sturm wird das Haus von Pantoufle und seinemFrauchen Janed zerstört, und Janes beschließt, nach Amerika auszuwandern. Pantoufle ist alles, was ihr noch bleibt - und darf mit. Unterwegs treffen sie drei früher mit Janeds Vater befreundete Matrosen, und diese schmuggeln Janed auf die Boston Lady, ein Paketschiff, welches zwischen Brest und New York pendelt. Dort lernen die zwei viele neue Menschen kennen: den traurigen Clown Pippin und seine alte Löwin, den ersten Offizier Ron, und auch eine Katze ist mit von der Partie: die hübsche Lilibeth, die gelangweilt ihr Dasein bei Madame Robichon fristet, der exaltierten Schwester des Reeders. Sie schwärmt für den berühmten Opernsänger Granvoce (Enrico Caruso nachempfunden), der ebenfalls mit an Bord ist und dem sie andauernd hinterher fährt.
Der Sänger ist allerdings inzwischen mehr als genervt von ihr, und die zurückgewiesene, empörte Madame entwickelt einen perfiden Plan, in den auch Pantoufle und Janed hinein gezogen werden.
Gut gefallen haben mir die Schilderungen, wie es auf einem Schiff um die Jahrhundertwende zuging - und natürlich der kleine Pantoufle, mit dem ich schnell Freundschaft schloss. Sehr niedlich fand ich, wie er die schöne Lili anhimmelt, und seine Abneigung gegen Möwen kann ich ebenfalls ganz gut nachvollziehen… Hübsch ist auch das Ende - hach!!!
Fazit: schön zum Zwischendurch-Lesen, klasse für Katzenfans, und auch Liebhaber von Historienromanen kommen auf ihre Kosten.
"Pantoufle, ein Kater zur See” - Seiten: 352; Verlag: Blanvalet; ISBN: 344237054X; Preis: 7,95 Euro; Wertung: ****
Tigers Wanderung - Andrea Schacht
“Tigers Wanderung” ist Teil drei von Andrea Schachts wunderhübscher Serie um den Kater Tiger.
Im ersten Teil (”Der Tag mit Tiger“) muss Anne miterleben, wie ihr Kater Tiger von einem Auto angefahren wird und an seinen Verletzungen stirbt, sie aber in ihren Träumen vorher noch auf einen Streifzug durch seine Katzenwelt mitnimmt.
Im zweiten Teil (”Auf Tigers Spuren“) kommt Junior zu Anne, ein kleines verwahrlostes Katzenkind. Er betätigt sich als Katzen-Detektiv, jagt Diebe und Sittenstrolche, und er hat geistig sogar Kontakt zu Tiger, der inzwischen im Katzenhimmel “lebt”.
In diesem dritten Teil hat Tiger sich entschlossen, die Goldenen Steppen (den Katzenhimmel) zu verlassen. Er will zu seinem Frauchen Anne zurück kehren und wird wiedergeboren, allerdings als kleines Katzenbaby. Wie gut, dass Junior ihm hilft, den gefahrvollen Weg zu Anne zurück zu finden! Denn Junior ist zwar bei Anne ganz glücklich, weiß aber genau, dass dieses Leben als Hauskatze “noch nicht alles” sein kann - Junior will auf Wanderung gehen und wissen, wie es sich draußen so als freie Katze lebt. Dass dies gefahrvoller ist als er ahnte, muss er bitter am eigenen Leib erleben, als er in einen wahren Katzenkrieg hinein gerät…
Wie immer wird auch Teil drei der “Tiger”-Reihe aus der Sicht von Katze Nina erzählt, was die Sache sehr amüsant macht. Nina ist oft zu Gast bei Anne, gehört aber eigentlich Annes Nachbar und Freund Christian. Anne verbindet allerdings mehr als nur Freundschaft mit Christian (obwohl auch hier nicht alles geradeaus geht und auch hier die Katzen eingreifen müssen). Die faltohrige Nina ist einfach Klasse - Ich könnte mich immer wieder kringelig lachen, wie die naschsüchtige Nina auf “Schleckerkatz” lauert… Schön beschrieben sind auch die ganzen anderen Katzen aus der Nachbarschaft: Tim und Tammy, Randy, Diti, Hommi, Pinkie, Fleury und Henry sorgen für ordentlich Kurzweil.
Fazit: ich nehme mal an, mit Teil drei ist diese Reihe noch nicht beendet - hoffentlich nicht, denn Andrea Schacht hat einfach eine unnachahmliche Art und Weise, sich in Katzen hinein zu versetzen. Bitte mehr davon - Tigers Geschichten sind wirklich schön!
“Tigers Wanderung” - Seiten: 298; Verlag: Aufbau Tb; ISBN: 3746625661; Preis: 7,95 Euro, Wertung: *****
Der Streuner - ein Kater erzählt aus seinem Leben
Pufftail ist ein alter, erfahrener Kater. Ein richtiger Haudegen sozusagen - und ein Streuner. Ein richtiges Zuhause lehnt er eigentlich ab. Manche sagen, er rieche etwas streng, aber ist das wirklich wichtig angesichts seiner vielen Erlebnisse und seines aufrichtiges Charakters? Pufftail will seinen Nachkommen etwas von seiner Philosophie in Sachen “Freiheit” weitergeben. Auf einer Gartenmauer sitzend, erzählt er also seinem kleinen Enkelkaterchen aus seinem bewegten Leben.
Und das hat es in sich…
Eigentlich fing sein Leben ja ganz gut an. Geboren von einer liebevollen Mama, mit mehreren Geschwistern, bei einer netten Familie. Dummerweise kann diese Familie aber nicht alle Katzen behalten. Also werden Pufftail und seine Geschwister in “liebevolle Hände” abgegeben, und damit beginnt die Odyssee dieses liebenswerten Katers.
Er landet zunächst mit seinem Bruder im Schaufenster einer Tierhandlung, wird dort aber zum Glück bald von einer freundlichen Dame heraus gekauft. Nun beginnt eine herrliche Zeit im Leben von Pufftail und dessen Bruder. Sie werden von der alten Dame verwöhnt und dürfen auch “nach draußen”. Beide lernen zum ersten Mal die Freuden der Jagd kennen - und natürlich auch die Freuden der Liebe! Es könnte ja nun eigentlich alles so schön weiter gehen, wenn die alte Dame nicht sterben würde…
Was dann alles passiert, erzähle ich hier nicht, das sollte man selber lesen. Der arme Pufftail hat es jedenfalls nicht leicht in seinem Leben: wird u.a. Mitglied einer Katzengang und landet sogar in einem Tierversuchslabor. Von all diesen Erlebnissen erzählt er seinem Enkelkaterchen, und man kann manchmal nicht anders als klammheimlich ein kleines Tränchen zu verdrücken.
Fazit: Pufftail weiß jedenfalls mehr von den Menschen als diese vielleicht selber von sich. Dieses Buch ist daher nicht nur für Katzenliebhaber ein Leckerbissen - Katzenfans sollten es aber auf jeden Fall lesen! Ich jedenfalls habe nach der Lektüre ein ganz anderes Bild von meinen Katzen bekommen… Und ich überlege mir demnächst zweimal, ob ich Whiskas oder gekochte Leber kaufe…
"Der Streuner: Ein Kater erzählt aus seinem Leben" - Autor: A.N. Wilson - Seiten: 272; Verlag: Droemer Knaur; ISBN: 3426633663;
Preis: 7,90 Euro; Wertung: ****
Maurice, der Kater - Terry Pratchett
Auf die Scheibenwelt bin ich zum ersten Mal aufmerksam geworden durch das tolle Hörbuch “Total verhext”. ”Maurice der Kater” ist nun der erste “Scheibenwelt”-Roman, den ich gelesen habe. Hauptperson ist Maurice, ein sprechender und denkender, “sich seinem Selbst bewusster” Kater. Maurice hat sich mit einer Horde ebenfalls sprechender und denkender Ratten sowie Keith, einem kleinen Flötenspieler, zusammen getan. Gemeinsam reisen sie von Stadt und Stadt, verursachen dort eine Rattenplage, die dann von Keith ganz nach Manier des “Rattenfängers von Hameln” beseitigt wird - natürlich gegen Bezahlung! Mit dem Geld wollen die Ratten eines Tages eine eigene Rattenrepublik gründen, und Maurice will sich bei einer alten Dame als Glückskatze, die hin und wieder ein Goldstück findet, zur Ruhe setzen.
Nach und nach kommen allen Beteiligten aber Bedenken. Nur noch ein einziges Mal, beschließen sie, landen aber in einer sehr merkwürdigen, sehr armen Stadt. Dort lernen sie die verrückte Malizia, Tochter des Bürgermeisters und märchen-verliebt, kennen. Gemeinsam kommen sie einem großen Geheimnis und einem dicken Betrug auf die Spur und müssen schließlich sogar den Kampf ihres Lebens ausfechten. Dabei wird allen klar: nichts ist mehr so, wie es mal war…
Total spannend ist es, den Gedankengängen von Kater Maurice zu folgen. Okay. Die Ratten hatten von den Endprodukten einer verunglückter Zauberversuche der Scheibenwelt-Zauberer gefressen und dadurch zu denken gelernt. Aber Maurice? Er hatte nie Abfälle gefressen - wie also… Und ist es ethisch-moralisch eigentlich vertretbar, jemanden zu fressen, der sprechen kann? Auch die Ratten schlagen sich mit ähnlichen Problemen herum; was passiert eigentlich, wenn eine Ratte stirbt? Kommt dann die Große Knochenratte? Und wo bleibt das in einem drin, was denkt und träumt?
Fazit: Sarkastisch, satirisch, klug - ich mag dieses Buch! Vor allem, weil es auch sehr lustig ist: allein schon die ganzen Namen der Ratten (”gebackener Schinken”, “Pfirsische”, “Sonnenbraun”, “gefährliche Bohnen”) sind es wert, dieses Buch zu lesen!
”Maurice der Kater” von Terry Pratchett ; ISBN: 3938899395, Seiten: 319; Carlsen-Verlag, Preis: 8,95 Euro
MacTiger - Highlander auf Samtpfoten - A. Schacht
Schottland, 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Auch Schlosskater MacTiger wird, ehe er sichs versieht, hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist um.
Jahrhunderte später ist Drumnadruid Castle ein idyllisches Highland-Hotel. Margita strandet hier mit ihrer Tante, die sie auf einer Bildungsreise begleitet. Als Tantchen krank wird, erforscht Margita das Schloß und die Umgebung - und lernt dabei Ken kennen, einen dynamischen Jungmanager mit Computerproblemen. Übrigens auf höchst komische Weise: ein Kumpel von Ken schießt nämlich Margitas Tante mit einem Golfball ab.
Langsam kommen sich beiden näher. Was nicht unbemerkt bleibt vom spukenden MacTiger - der wiederum selber nicht unbemerkt bleibt. Der putzige Kater ist zunächst bass entsetzt über die spillerige Rothaarige, die ihn tatsächlich sehen kann, mekrt aber bald, dass ihn und Margita etwas verbindet, das weit in die Vergangenheit zurückreicht ...
Fazit: Sehr witzig geschrieben, mit viel Humor, und einer ordentlichen Prise Herzschmerz - originell!
"MacTiger - Ein Highlander auf Samtpfoten"; Seiten: 352; Verlag: Blanvalet; ISBN: 3442368103; Preis: 7,95 Euro; Wertung: ****
Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter
Glaubt man der Werbung, ist für unsere Tiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus: Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein „leckeres“ Menü für Waldi, Minka und Co. zubereitet. Neben Abfällen, Krallen und Klauen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden und werden krank. Und nicht nur sie, sondern durch den Verzehr von Nutztieren auch der Mensch.
Schockierende Fakten, viel Recherche: Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion!
So die offizielle Rezension des Buches, und - sie stimmt (jedenfalls zum größten Teil)...
Wir lernen: im Tierfutter unserer Lieblinge tummelt sich allerlei Ekliges. Was noch nicht mal ganz so schlimm wäre, denn in der Natur fressen unsere Tiere auch Blut o.ä. Aber Hufe? Haare? Klärschlamm? Was ich richtig heftig finde, ist die ganze Chemie, die dort noch mit hinein gekippt wird, damit es nicht gar zu schlimm riecht und die Farbe sich dem menschlichen Geschmack angleicht. Denn merke: Haustiere als Dienstleistungs- und Nutztiere (Hütehunde/Mäusefängerkatzen) gibt es nicht mehr, das Haustier ist heute Partner(ersatz) von Menschen. Und bekommt sein Futter vom Menschen, der es an seine eigenen Eßgewohnheiten angleicht. Also braucht es Farb- und Geschmacksstoffe, Chemie gegen Schimmel, damit sich Trockenfutter länger lagern lässt, usw. Kein Wunder, meint der Autor, dass die Tiere immer kranker werden und sich Krankheiten wie Diabetes oder Krebs ausbreiten, die früher bei Haustieren eher selten waren...
Fazit: Das Buch wird in vielen Foren etc. kontrovers diskutiert. Auch scheint nicht festzustehen, ob wirklich alle Daten und Fakten stimmen oder sich nicht doch ein paar Fehler eingeschlichen haben. Daher beurteile ich weniger diese Daten als den Gesamtinhalt; ich finde, man sollte die Grundaussage des Autors sehen. Daher für mich trotz aller Fragezeichen ein lesenswertes Buch, das einen guten Einblick in die gesamte Tierfutter-Industrie und Tierhalter-Industrie an sich gibt. Wie schizophren, dass Hunde jetzt sogar in Kinderwagen spazieren gefahren werden... Allerdings wiederholt sich der Autor in den einzelnen Kapiteln öfter, und sehr geordnet erscheint mir der Inhalt auch nicht. Außerdem fehlt mir ein Überblick, welches Futter man denn noch unbesorgt kaufen kann. Und die doch sehr polemische, reißerisch wirkende Sprache ist auch nicht jedermanns Sache, aber darüber muss man beim Lesen halt hinweg sehen. Ich habe mir jedenfalls nach dem Lesen gleich noch ein Buch zum Thema "Selbstkochen für Katzen" besorgt!
"Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter" - Autor: Hans-Ulrich Grimm; Seiten: 256; Verlag: Heyne: ISBN: 3453600975;
Preis: 7,95 Euro; Wertung: ****
Wenn Katzen kochen könnten - Traute Cramer
Die auf 80 Seiten erweiterte Neuauflage des beliebten Büchleins weckt in völlig neuer Aufmachung die Lust, Rezepte auszuprobieren, die dem Stubentiger und oft mit ein paar zusätzlichen Gewürzen versehen auch dem Menschen munden!Auch bei Katzen geht Liebe durch den Magen! Sie schätzen es, wenn ihr Dosenöffner ihnen etwas Selbstgekochtes präsentiert und erweisen sich dabei als echte Gourmets. Traute Cramer, die mit ihrer Familie in den vergangenen Jahrzehnten vielen Katzen ein Zuhause gab, hat ihre Liebe zu den wählerischen Samtpfoten mit ihrer Leidenschaft fürs Kochen verbunden und auf diese Weise eine Vielzahl köstlicher Rezepte entwickelt für zwischendurch, für Naschkatzen oder für besondere Gelegenheiten.
Alle 50 in diesem Buch zusammengetragenen Mahlzeiten, die von einer Tierärztin überprüft wurden, sind ausgewogen in den Zutaten, fast salzlos und fettarm. Die meisten von ihnen eignen sich zudem auch für Zweibeiner. Tipps fürs Nachwürzen oder minimale Verändern liefert die Autorin gleich mit. Ein ansprechend gestaltetes Buch für schnurrende Feinschmecker und ihre Besitzer.
So weit jedenfalls die offizielle Rezension...
Fazit: Ich habe noch keines der Rezepte ausprobiert. Nach ersten Testversuchen erfolgt hier eine dementsprechende Wertung!
"Wenn Katzen kochen könnten: Leckeres für Naschkatzen und Gourmets" - Seiten: 79; Verlag: Cadmos; ISBN: 384044005X; Preis: 10,95 Euro;
Wertung: ***
Katzen Leckerlies selbst gebacken - Eva Jordan
Liebe geht durch den Magen: Backen Sie Leckerlies für Ihre Katze!
Genau das wollte ich, und daher habe ich mich zum Kauf dieses Büchleins entschlossen.
Ob Kalzium Kugeln, Müsli-Erdnuss-Häufchen, oder Dinkel-Fisch-Brocken -
"einfach, schnell und gesund soll es sein, so macht das Belohnen richtig Freude!
Bestimmen Sie die Inhaltsstoffe der Leckerbissen für Ihre Katze einfach selbst
und wählen Sie ganz individuell die passenden Zutaten für Ihren Liebling!"
So lautet der Klappentext, und tatsächlich klingt alles sehr gesund und einfach.
Fazit: die Rezepte sind übersichtlich und anscheinend auch nicht schwer nachzumachen. Was mich aber echt umhaut, ist der viel zu hohe Preis für ein so kleines, schmales Büchlein, daher gibt's eine Abwertung auf zwei Sterne!
"Katzen Leckerlies selbst gebacken" - Seiten: 52; Verlag: Books on Demand; ISBN: 3839167868; Preis: 9,90 Euro; Wertung: **
Schmitz' Katze - Ralf Schmitz
Eigentlich kannte ich Ralf Schmitz bisher ja nur als Comedian; vor allem von der "Schillerstraße". Zu einem Buch von ihm hätte ich daher nicht unbedingt gegriffen - wenn, ja wenn es sich nicht um Katzen drehen würde. Ralf Schmitz war in den letzten Wochen mehr als nur einmal in diversen Talk-Shows zu Gast, um sein Buch vorzustellen (eine Tatsache, die mich normalerweise eher nervt und dazu animiert, solche Bücher NICHT zu kaufen), aber was er darüber erzählte, ließ mich schnurstracks in die nächste Bücherei rennen...
Hauptperson dieses Buches ist Schmitz' Katze Minka. Übrigens mit 23 (!) Jahren ein Methusalem unter den Felidae, wie auch sein Tierarzt immer wieder kopfschüttelnd bemerkt und was auch mich staunen ließ. Ralf Schmitz lebt denn dann auch nicht mit einer Frau zusammen, sondern eben mit - Minka.
Was soll man mehr zu diesem Buch sagen? Es ist schräg, superlustig, sogar zum Schreien komisch - und jeder Katzenbesitzer wird beim Lesen grinsend nicken, weil er das alles kennt, was Ralf Schmitz da so schildert. Das berühmte Problem der kotz.... Katze ("Was macht die Katze würgend im Schrank?") wird hier ebenso geschildert wie sämtliche andere Dinge aus dem Leben einer Pelzigen und deren Besitzer. Obwohl... ähem... Besitzer??? Ralf Schmitz meint dazu ganz treffend: "Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal". Stimmt auffallend!
Ralf Schmitz gibt trotz all dieser geschilderten Erlebnisse mit seiner Minka aber auch noch weiteren Geschichtchen Raum, die er bei anderen Katzenbesitzern erlebte (z.B. Ex-Freundin, Schwester, Familie Rettig... wer zum Teufel ist Familie Rettig...). Einfach klasse sind daher auch die ganzen Bilder (nicht nur von Minka) und Cartoos im Buch - unbedingt gucken!
Schnell stellt sich dabei übrigens heraus, dass Fotografieren nicht unbedingt zu den Stärken von Ralf Schmitz gehört: auf den Fotos sieht der amüsierte Leser irgendwie immer nur eine halbe Katze, der Rest ist schon im Foto-Nirvana verschwunden (Untertitel z.B: "Shira gerade noch auf der Terrasse!"). Genauso schön bekloppt sind die ganzen Fußnoten; teilweise sehr informativ, teilweise aber auch total überflüssig...
Fazit: kein Meilenstein der Literaturgeschichte, aber unglaublich lustig! Schön und flüssig zu lesen, prima Lektüre zum Entspannen! Und für Katzenbesitzer ein MUSS!
P.S.: Unbedingt lesenswert ist die Geschichte im Schlusswort, in der Ralf Schmitz die Frage beantwortet, ob er sich denn eine neue Katze anschaffe, wenn Minka mal nicht mehr ist...
"Schmitz' Katze: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal" - Seiten: 256; Verlag: Fischer; ISBN: 3596179785; Preis: 8,95 Euro; Wertung: ***
Weihnachtskatz und Mausespeck - Andrea Schacht
Ein schmales Geschenk-Büchlein aus Andrea Schachts Geschichten rund um Weihnachten und Katzen. Leider habe ich hier im Gegensatz zu ihren anderen Geschichten den Bezug zu den Hauptpersonen überhaupt nicht gefunden, vor allem nicht zur menschlichen Hauptperson Kris. Die Geschichte ist schnell erzählt: im Hinterhof von Kris’ Wohnung und Fitnessstudio werden Katzen von ein paar zwielichten Gestalten misshandelt, mit denen Kris sich auf eine Schlägerei einlässt. Dabei wird auch ein Kater verletzt, den der junge Mann in der Folgezeit betreuen muss.
Raufer, wie das Katerchen genannt wird, lernt dabei, sich auf Menschen einzulassen, der junge Mann versöhnt sich wieder mit seinem Vater.
Fazit: ganz nett, aber ich wurde mit Kris nicht warm, und mir fehlt der Witz und Humor aus den anderen kleinen Katzengeschichten.
“Weihnachtskatz und Mausespeck” - Seiten: 127; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 3352007764; Preis: 9,95 Euro; Wertung: **
Die Katze und der Weihnachtsengel - Andrea Schacht
Was passiert, wenn sich ein (vom Himmel) gefallener Engel, ein übergewichtiger Kater und eine aufmüpfige alte Dame zusammen tun?
Na klar, erst mal gründen sie eine WG!
Und dann eröffnen sie auf einem Weihnachtsmarkt einen Stand.
Mit Waffeln, Katzenkeksen und einem außergewöhnlichen, beinahe himmlischen Service -
für einsame ältere Menschen, streunende Katzen und unmusikalische Engel...
Fazit: lustig, sehr hübsche Story, schön zu lesen!
"Die Katze und der Weihnachtsengel" - Seiten: 126; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 335200725X; Preis: 10,99 Euro; Wertung: ****
Die Katze, die im Christbaum saß
Ob Weihnachtsmänner, die plötzlich erkranken,
verirrte Engel, ein ratloser Maler oder ein übereifriger Abt -
sie alle bedürfen der Hilfe und Phantasie von Katzen, um ihr Weihnachtsglück zu finden.
Kurzgeschichten rund um Weihnachten und Katzen!
Fazit: nett, leicht zu lesen, ein Verschenke-Büchlein nicht nur für Katzenfans!
"Die Katze, die im Christbaum saß"- Seiten: 199; Verlag: Aufbau; ISBN: 3828981100; Preis: 10,99 Euro; Wertung: **
Das doppelte Weihnachtskätzchen - Andrea Schacht
Silky und Maunzi gleichen sich wie ein Ei dem anderen.
Nicht einmal ihre Besitzer können sie auseinander halten, und das bringt die beiden Racker auf eine Idee.
Beide sind mit ihren "Dosenöffnern" nämlich nicht so ganz zufrieden:
die eine hätte es gerne etwas aufregender, der andere etwas ruhiger...
Also tauschen die beiden einfach ihre Häuser, Herrchen bzw. Frauchen -
und bringen damit so einiges gehörig durcheinander...
Fazit: toll, sehr lustig, jedem zu empfehlen!
"Das doppelte Weihnachtskätzchen" - Seiten: 123; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 3352007373; Preis: 9,95 Euro; Wertung: ****
Weihnachten mit Plüsch und Plunder
Ginger erbt von ihrer Patentante einen ziemlich herunter gekommenen Antiquitätenladen -
und eine verstörte Katze namens Plunder.
Was Gingers eigene Katze Peluche, auch "Plüsch" genannt, ziemlich doof findet.
Zuerst jedenfalls.
Denn leider läuft der von Ginger renovierte und neu eröffnete Laden nicht - ein Fall für Plüsch und Plunder!
Als dann ein Einbruch geklärt werden muss und auch noch ein seeehr netter Sammler auftaucht,
haben die beiden alle Pfoten voll zu tun...
Fazit: wunderhübsch, da vor allem aus der Sicht von Katzen geschrieben - eines der schönsten Schacht-Katzenbücher!
"Weihnachten mit Plüsch und Plunder" - Autor: Andrea Schacht; Seiten: 120; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 3352007500; Preis: ?; Wertung: ****
Die himmlische Weihnachtskatze - Andrea Schacht
Alle 137 Jahre geschieht es, daß eine Sternschnuppe mit einem besonders glitzernden Schweif zur Erde fällt - und sich dort in eine Katze verwandelt, die exakt dreizehn Wünsche zu erfüllen vermag. Die erste Wunschkatze des dritten Jahrtausends landet an einem dunklen Winterabend in einem verwahrlosten Hinterhof und sorgt gleich für Turbulenzen. Sie bringt mit ihrem wundersamen Erscheinen nicht nur die halbe Katzenwelt gegen sich auf. Durch einen Zufall erfahren auch die Menschen von ihren besonderen Fähigkeiten. Eine gefahrvolle Jagd auf die magische Katze beginnt - bis das Mädchen Bettina glaubt, sie am Weihnachtsabend sicher im Arm halten zu können, und sich vornimmt, einen letzten, großen Wunsch zu wagen...
Fazit: ein poetisches Buch über Bettina und die Katze Sternchen - eines meiner liebsten Schacht-Bücher, schön für Kinder!
"Die himmlische Weihnachtskatze" - Seiten: 127; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 3352007047; Preis: ?; Wertung: ****
Weihnachtskatze gesucht - Andrea Schacht
Nachdem ihr Freund sie verlassen hat, bekommt Salvia von ihrer Freundin zum Trost eine edle Katze geschenkt, eine echte Devon Rex. Curly Sue mit der Löwenseele, die ihre Schleife im Kompost vergräbt, ist Salvias ganzes Glück – bis die Katze eines Tages verschwindet. Angeblich wurde sie von einem Auto überfahren.
Salvia ist untröstlich, doch dann, kurz vor Weihnachten, sieht sie auf einer Ausstellung Bilder eines berühmten Fotografen. Und da, auf einem der Bilder, entdeckt sie Curly Sue. Die hat inzwischen ihre ganz eigenen Abenteuer erlebt und eine große Katzenfreundschaft geschlossen. Eine lange, aufregende Suche nach Curly Sue beginnt – eine Suche mit samtweichem Happy End …
Fazit: ich habe das 2010 neu erschienene Buch noch nicht gelesen; Wertung erfolgt demnächst!
"Weihnachtskatze gesucht" - Seiten: 140; Verlag: Rütten & Loening; ISBN: 3352007950; Preis: 9,95 Euro; Wertung: ?
Dies ist nur eine kleine Auswahl an Katzenbüchern - es gibt unendlich viele mehr!
Von Zeit zu Zeit werde ich diese Auswahl ergänzen.
Außerdem gibt es nachfolgend eine Auflistung weiterer Bücher rund ums Thema Katze.
Alle Bücher sind im Normalfall bei www.amazon.de zu finden.
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