Meekey
Meekey wurde im Frühjahr 1997 geboren; ich schätze ihren Geburtstag auf den Februar. Sie kam als sehr kleines, nur wenige Wochen altes Katzenbaby zu mir. Und das kam so: ich arbeitete damals für eine ortsansässige Zeitung, und ich hatte gemeinsam mit Kollegen anderer Zeitungen einen Termin. Dabei erzählte mir eine Kollegin von einer kleinen Katze, die seit zwei Tagen im Garten vor ihrem Bürofenster laut jammernd in einem Dornengebüsch gesessen habe. Sie habe die Mieze nun erst mal zu sich ins Büro geholt und wolle sie nachher ins Tierheim bringen. Was ich natürlich nicht zulassen konnte! Und außerdem konnte mein damals zweijähriger Kater Latis doch gut eine Spielgefährtin gebrauchen, oder?
Ich also mit zu meiner Kollegin - und als ich dieses kleine, patchworkbraun-gemusterte, schreiende Etwas sah, hatte ich mein Herz verloren! Meekey saß zuerst drei Tage lang nur unter dem Sofa; erst, als meine Tochter sich der Länge nach auf dem Boden ausstreckte und mit viel Geduld auf die kleine Katze einredete, kam sie hervor gekrochen... Und wurde pronpt von Kater Latis adoptiert! Er ließ sie aus seinem Napf fressen und schleckte sie väterlich ab, und die beiden waren schnell ein Herz und eine Seele.
Meekey wurde schnell Freigängerin und Jägerin. Was hat sie uns im Laufe der Jahre nicht alles an Viechzeugs angeschleppt! Fische, Vögel, Frösche, Kröten, unzählige Mäuse, und leider zweimal sogar tote Baby-Wildkaninchen (was ich nun wirklich NICHT mehr toleriert habe). Sie war oft nächtelang fort, und ihr Kumpel Latis saß dann immer sorgenvoll an der Balkontür und wartete auf sie. Kam sie endlich heim, setzte es von Latis erst mal ein paar deftige Ohrfeigen so nach dem Motto "wo.warst.du.die.ganze.Nacht.schämst.du.dich.nicht?" Ihr Jagdtrieb ist seit unserem Umzug vor drei Jahren fast gänzlich erloschen; wahrscheinlich macht es nun keinen Spaß mehr, wenn Katze einfach in den Garten latschen kann...
Als Latis starb, nahm sie das sehr schwer. Sie konnte sich lange nicht an Kira gewöhnen, und auch bei der Ankunft von Felix gab es viel Theater. Meekey ist furchtbar eifersüchtig; da sie für ihr Leben gern gestreichelt wird, springt sie jedem auf den Schoß und ist verzweifelt, wenn sie dort wieder herunter geschubst wird oder eine Katze dort Platz nehmen darf. Meekey heißt übrigens Meekey, weil sie "miekt" - sie quiekt laut und redet und schnattert. Eigentlich ein typisches Zeichen einer Burma, weshalb wir auch ein wenig Burma-Blut in ihr vermuten. Türen kann sie auch prima öffnen, und sie mopst alles vom Küchenschrank, was lecker aussieht, bis hin zu Schokolade.
Meekey ist inzwischen die Katze, die am längsten bei mir ist.
Fotoalbum
Fotos von Meekey gibt es hier.
